Finanzmärkte, Börse, Aktien Teil 1

Ich hatte mich die letzten Wochen oft mit Freunden über Anlagemöglichkeiten unterhalten.
Ich glaube noch nie waren die Zinsen so niedrig. Eine festverzinsliche Anlage ist im Moment also schwierig. Aber was soll man machen mit dem Geld? Wo soll man investieren Immobilien? Startups? Aktien? Nach längeren Gesprächen ist mir aufgefallen, dass die meisten meiner Freunde gar nicht wissen, wie z.B. die Börse funktioniert. In diesem Blog-Artikel schreibe ich über ein paar Grundlagen der Finanzwirtschaft.

Der Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für alle Märkte, auf denen Geld, Kredite und Wertpapiere gehandelt werden. Der Finanzmarkt spaltet sich in drei Teilmärkte auf. Geldmarkt, Kreditmarkt und Kapitalmarkt. In meinem Artikel befasse ich mich nur mit dem Kapitalmarkt, wo mit Wertpapieren (Optionen, Aktien, Anleihen, Fonds) gehandelt wird.
Der Finanzmarkt hat einige Transformationsaufgaben:

Transformation von Spar- in Anlagekapital
Transformation der Beträge / Losgrößentransformation
Transformation der Fristen
Transformation der Risiken
Publizitätstransformation

Diese Transformationsaufgaben werden von Finanzintermediären übernommen. Es gibt Finanzintermediäre im engeren und im weiteren Sinne. Finanzintermediäre i.e.S stehen aktiv zwischen dem Geldgebern und den Geldnehmern. Es sind Banken oder sonstige Kapitalsammelstellen. Finanzintermediäre i.w.S haben eher die Aufgabe, Finanzkontrakte zu ermöglichen, vereinfachen oder zu verbilligen. Sie haben eine Beratungsfunktion (z.B. Rating-Agenturen).
Börse

Obwohl Angebot und Nachfrage zusammentreffen, kann man die Börse mit einem normalen Markt nicht ganz vergleichen. Die Börse ist ein hoch regulierter Ort mit festen Regeln. Nicht Jeder darf auf einer Börse handeln. Die Börse hat Sicherungs- und Transparenzfunktionen. Die Teilnehmer müssen spezielle Ausbildungen absolviert haben. Im Gegensatz zu einem Markt, sucht man nicht auf eigene Faust nach Handelspartnern und der Handel ist auf wenige Plätze konzentriert.
In Deutschland gibt es acht Börsenplätze. Hamburg, Berlin, München etc… Die bekannteste Börse in Deutschland ist die FWB (Frankfurter Wertpapier Börse). Sie hat den stärksten Umsatz und mit der Gründung der Eurex (Ehm. Deutsche Terminbörse) genießt die FWB weltweite Anerkennung. Auf die Eurex werde ich später noch (oder in einem anderen Blog-Artikel) eingehen. Die anderen Börsenplätze betreuen vorwiegend regionale Werte (z.B. Aktien von Gesellschaften aus der Region). Die kleineren Börsenplätze haben meistens eine Spezialisierung. In Hamburg werden vorwiegend Genussscheine gehandelt. In Berlin sind es die Auslandsaktien.
Der Käufer und der Verkäufer von Aktien treten sich an der Börse fast nie gegenüber. Dieser Weg führt über die Geschäftsbanken. Wenn ich z.B. Aktien kaufen würde, dann reiche ich einen Kaufauftrag (Order) ein und die Geschäftsbank leitet diese Order an einen Vertreter weiter, der direkt im Börsensaal arbeitet und die Order ausführen lässt. Mir ist schon klar, dass es inzwischen auch den Handel über Netzwerke etc… gibt. Ich wollte nur mal schnell den klassischen Weg beschreiben. Wie schon erwähnt ist die Börse eine geschlossene Veranstaltung. Direkt auf dem Börsenparkett dürfen nur die registrierte Mitglieder Geschäfte abschließen. Die Börsenleitung überprüft die Kompetenz und die Finanzkraft für die Zuverlässigkeit der jeweiligen Akteure.
Die großen Banken werden an der Börse durch (Händler) Floor-Trader vertreten. Sie versuchen die Order zu den bestmöglichen Konditionen auszuführen. Zwischen die Händler treten die Makler (Floor-Broker). Sie versuchen in kurzer Zeit so viele Geschäftsabschlüsse wie möglich zu vermitteln und durchzuführen. Das Ziel ist es einen maximalen Umsatz zu generieren. Der Makler arbeitet nach dem Meistausführungsprinzip um den Einheitskurs zu ermitteln. Er erfasst alle Order zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Verzeichnis (Skontrobuch). Dort ermittelt er die Kurse, die zum höchsten Umsatz führen. Dieser festgestellte Kurs wird dann veröffentlicht.
Heutzutage läuft fast alles über ein elektronisches Handelssystem (Xetra). Treten Händler und Makler persönlich gegenüber, spricht man von einer Präsenzbörse bzw. Parketthandel. Es gibt noch Mischformen, wie z.B. die Wallstreet. Ich glaube bei der FWB wurde es vor kurzem abgeschafft.
Wie schon gerade erwähnt, haben Makler die Funktion, Wertpapierkäufer und Verkäufer zu „matchen“. Die Kurse, die ein Makler feststellt, kommen allein durch Angebot und Nachfrage zustande. Die Makler treten nicht selber als Käufer oder Verkäufer auf und somit spricht man von einem ORDER DRIVEN MARKET (auftragsgetriebener Markt).
Das Gegenstück ist ein QUOTE DRIVEN MARKET (preisgetriebener Markt). Hier treten die Geschäftsbanken (oder Broker Dealer) als Market-Maker auf. Sie stellen permanent Preise (Quotes), zu denen sie Wertpapiere an und verkaufen. Ein Market-Maker ist Anbieter und Nachfrager zugleich und muss eine Mindestauftragsgröße (Minimum-Quoatation-Size /MQS) beziehen.
Heute gibt es Hybride Systeme, wo Quote and Order-Driven durchgeführt wird.

Ich werde demnächst noch einen Artikel über Auswahlstrategien von Aktien und Indizes schreiben.

 

Website | Juliane Grzeja

Ich habe in den freien Weihnachtsfeiertagen, für eine Freundin, eine neue Internetseite gebaut.

Vor ein paar Tagen wurde die Website veröffentlicht. Es basierte auf ein Template, dass ich für sie umgebaut habe. Die Seite ist responsiv und kann mit jedem Endgerät (PC, Handy, Tablet) betrachtet werden. Die Animationen und Effekte wurden mit jQuery realisiert.

Schaut sie euch mal an:

www.juliane-grzeja.de

Corporate Blogs und interne Kommunikation

Viele Unternehmen haben anscheinend noch nicht erkannt wie wichtig das Internet oder auch das Bloggen geworden ist. In einigen Unternehmen basiert die komplette interne Kommunikation darauf.
Hier muss man zwei Seiten beachten: Die interne Kommunikation und die Externe.Als erstes will ich auf den internen Bereich eingehen. Einige Unternehmen haben ihr Intranet auf ein Wiki umgewandelt.Das hat den Vorteil, dass besonders detaillierte Themen eine viel höhere Beachtung bekommen. Viele Themen oder auch gute Ideen werden oft nicht öffentlich angesprochen, sondern unter den Kollegen diskutiert. Die eigenen Mitarbeiter werden oft in dieser Hinsicht unterschätzt.
Auch das interne Blogging wird von einigen Firmen unterstützt. Hier entsteht viel kleiner Content, der die Stimmungslage beschreibt. Jeder darf publizieren und seine persönliche Meinung abgeben. Leider ist das nicht immer in allen Bereichen möglich. (Juristische Gründe oder im FuE Bereich)
Natürlich sollte man beim internen Blogging nicht über den Chef lästern, sondern eher über neue oder aktuelle Projekte diskutieren. Gerade da ist es eine gute Möglichkeit auch Feedback zu bekommen. Es lesen schließlich nur Leute, die sich mit dem gebloggten Thema identifizieren können. Meistens bekommt man auch direkt eine Antwort. Die Zeiten der Brieftaube sind vorbei! Digitaler Content ist viel schneller!
Jetzt komm ich noch schnell zum externen Bereich. Mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass viele Unternehmen inzwischen PodCasts oder Youtube Videos benutzen um ihr Produkt zu erklären. Da wird nicht nur normale Werbung geschaltet, sondern es werden Tutorials präsentiert. Bestes Beispiel hierfür ist die Firma Maxon, die für ihr 3D Animationsprogramm Cinema 4D ein Tutorial-Podcast anbietet.
Die bekannteste Methode sind wohl die Foren von Unternehmen. Die sogenannten Communities of intrests! Sie treiben die Entwicklung des Produktes voran. Hier wird die extreme Reichweite ausgenutzt und die Community als Quelle genutzt. Hier entstehen neue Innovationen und Ideen.
Ein Beispiel hierfür ist Adobe, die ihre Software Lightroom 2.0 sehr stark an der Community orientiert hat. Die Kunden werden in die Entwicklung eingebunden. Weitere Vorteile ist das entstehende virale Marketing und die Früherkennung von Produkttrends.
Statistik: Hinterlassen Unternehmen bzw. Unternehmensvertreter Kommentare auf Ihrem Blog? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wettbewerbsstrategien

Es gibt viele verschiedene Strategien zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen.Die zwei bekanntesten Strategien sind die Differenzierungsstrategie und die Strategie der Kostenführerschaft. Wird eine dieser Strategien konsequent verfolgt, so entstehen eindeutige Wettbewerbsvorteile. Hier eine kurze Erklärung:

 

Differenzierungsstrategie:

Bei der Differenzierungsstrategie soll das Produkt des Unternehmens bei bestimmten Eigenschaften herausragen. Dem Kunden soll eine gewisse Exklusivität aufgezeigt werden, so dass er bereit ist einen Premiumpreis zu zahlen.

Preis, Design, Image, Support, Qualität und Innovation sind einige Elemente, die sich von der Konkurrenz differenzieren können. Die Elemente können natürlich subjektiv oder auch objektiv eingeschätzt werden. Design und Image liegt zum Beispiel im Auge des Betrachters. Technischer Fortschritt und Qualität ist aber messbar. Das wichtigste ist, dass das Produkt ein Alleinstellungsmerkmal besitzt und dem Kunden einzigartig erscheint.

 

Beispiel: Der technische Stand einer Armani-Uhr, unterscheidet sich nicht von einer normalen Armbanduhr. Aber es gibt Leute, die bereit sind einen viel höheren Preis für eine Armani-Uhr zu zahlen, da das Image, die Qualität der Materialien und das Design im Vordergrund stehen. Dem Kunden entsteht dadurch ein höherer Nutzen.

 

 

Kostenführerschaft:

Die Kostenführerschaft darf nicht mit Preisführerschaft verwechselt werden. Die Preisführerschaft ist mit der Kostenführerschaft verbunden und besagt, dass das Produkt unter dem Preis der Wettbewerber anzubieten ist (daraus resultiert der Wettbewerbsvorteil). Um diese Strategie nutzen zu können, müssen Kostenvorteile erarbeitet werden. Die Kostenvorteile basieren auf den Skaleneffekten, Verbundseffekten und Erfahrungseffekten.Es gibt noch weitere Faktoren, aber ich denke die drei sind die Wichtigsten.

 

Skaleneffekte:

Die Vorteile entstehen durch die Größe eines Unternehmens. Bei sehr großen Unternehmen sinken die Stückkosten der Produktions- und Absatzmenge.Wenn die Produktionsmenge steigt und ausgeweitet wird, können die gegeben Kapazitäten besser ausgenutzt werden.

 

Verbundseffekte:

Sie liegen vor, wenn die verbundene Produktion von zwei oder mehr Gütern, die auch getrennt zu produzieren sind, mit einem geringeren Faktoreinsatz verbunden ist, als die getrennte Produktion.

Beispiel: Apple produziert das Iphone und den Ipod Touch. Die Produkte sind sehr ähnlich, so dass Verbundseffekte auftreten.

 

Erfahrungseffekte:

Die Erfahrungseffekte führen auf die lerntheoretischen Erkenntnisse des Menschen zurück. Wenn zum Beispiel eine Produktion oder eine Tätigkeit öfter durchgeführt wird, dann sorgt die Wiederholung für einen Lerneffekt. Dieser Lerneffekt wirkt sich auf die Leistungserbringung aus und kann auch zu sinkenden Stückkosten führen.

Mit jeder Verdopplung der produzierten Menge eines Standardprodukts über die Zeit sinken demnach die Stückkosten eines Unternehmens um einen konstanten Prozentsatz von meist 20 bis 30 Prozent.

Affiliate Netzwerke

Ein Affiliate-Netzwerk ist eine internetbasierte Vertriebslösung, die unterschiedliche Partnerprogramme anbietet.So ein Netzwerk muss auf 2 Ebenen betrachtet werden. Einmal den Nutzen der Unternehmen (Werbetreibende/Advertiser) und den Nutzen der Betreiber von Internetseiten (Publisher). Das Affiliate-Netzwer fungiert als Bindeglied und Vermittler zwischen dem Advertiser und Publisher.

Der Publisher  (Betreiber einer Internetseite) kann sich in einem Affiliate Netzwerk anmelden und sich für verschiedene Partnerprogramme bei den einzelnen Advertiser (Werbetreibende)  bewerben. Die Suche eines Partnerprogramms erfolgt über eine Suchmaschine mit Datenbankanbindung. Wenn der Publisher von dem Advertiser akzeptiert wird, dann stehen ihm bestimmte Werbemittel zur Verfügung. Das können zum Beispiel Web-Werbebanner, Videos, Textlinks oder Onlinespiele sein. Um von dem Advertiser akzeptiert zu werden, müssen bestimmte Vorrausetzungen erfüllt sein, die jeder Advertiser selber formulieren darf. Meist handelt es sich um die Richtigkeit des Impressums, der jeweiligen Seite oder der Inhalt (Content), der keine pornografischen oder rassistischen Begriffe/Texte beinhalten darf.

Der Publisher integriert auf seinen Internetseiten oder in seinen e-Mail-Newslettern die Werbemittel, die er sich von dem entsprechendem Advertiser ausgesucht hat.

Nun gibt es drei verschiedene Provisionsmodelle:

 

PPC (Pay per Click): Jeder Klick auf das Werbemittel wird pauschal honoriert, egal ob es nun zu einem Kaufabschluss kommt oder nicht.

 

PPL (Pay per Lead): Eine bestimmte Aktion des Users wird vergütet. (z.B.: Anlegen eines neuen Accounts oder Bestellung eines Katalogs)

 

PPS (Pay per Sale): Hier wird nur vergütet, wenn auch wirklich ein Produkt verkauft wurde. Hier ist es eher selten, dass der Werbende einen Fixbetrag ausgezahlt bekommt. Hier gibt es oft Provisionsmodelle

 

Der Erfolg einer bestimmten Aktion wird von einem eingebetteten Code (im Werbmittel) gespeichert. (Tracking)

(Eine weitere Option könnte sein, dass man auch Werbemittel über einen Tausend-Kontakt-Preis (TKP) verkauft)

 

Vorteile für Betreiber von Internetseiten

 

–          Der Betreiber von Internetseiten, kann sein Projekt über seinen Traffic (Besucherzahlen)  monetarisieren.

–          Die Teilnahme an dem Affiliate Netzwerk ist kostenlos.

–          Imagesteigerung der Webseite bei bestimmten Werbeangeboten

–          Einbindungen von Shops und Produktdaten über verschiedene Schnittstellen (z.B.: XML)

–          Besseres Management und Kontrolle bei mehreren Internetseiten

–          Zugriff auf Statistiken (z.B. Klickraten auf ein bestimmtes Werbemittel)

–          Kontakt muss nicht mehr direkt zu jedem einzelnen Partner hergestellt werden

 

Vorteile für das werbende Unternehmen 

–          Aufbau eines Vertriebsnetzes

–          Sehr hohe allgemeine Reichweite und das Erreichen zielgruppenspezifischer Websites

–          Erhöhung des ROI durch performance-basierter Auszahlung

–          Kampagnenkontrolle durch Statistiken

 

Gewinnmaximierung des Affiliate Netzwerkes

Die Affiliate-Netzwerkbetreiber finanzieren ihren Service, indem sie einen Teil der erzielten Provisionen der Unternehmen (Advertiser) für sich vereinnahmen. Hinzukommen noch einige andere kostenpflichtige Services, wie zum Beispiel Systemoptimierung, Technischer Support, Promotion Newsletter, Presseveröffentlichungen und Consulting)

 

Zielgruppen

Auf der Publisher Ebene werden Partner gesucht, die einen sehr hohen Traffic an Besucherzahlen haben, da jeder Besucher ein potentieller Käufer sein könnte. Aber auch kleinere Publisher können sich registrieren. Ob der Publisher jedoch das jeweilige Werbemittel bekommt, entscheidet der Advertiser. Er entscheidet auch über den Qualitätsanspruch.

 

Auf der Advertiser Ebene werden Kunden gesucht, die starke Onlineaktivitäten mitbringen und die eine hohe Onlinepräsenz besitzen. Optimal sind Onlineshop-Besitzer, Reiseveranstalter oder Immobilienhändler. (Beispiele: Otto Versand, Expedia)

30th Chaos Communication Congress

Ich musste dieses Event erstmal verdauen. Deswegen schreibe ich jetzt erst einen Artikel über den 30ten Chaos Communication Congress in Hamburg. In den letzten Wochen wurde schon genug in den Nachrichten über den Kongress berichtet. Ich werde mich kurz halten. Ich dachte schon letztes Jahr, dass man diesen Kongress nicht mehr übertreffen kann. ich habe mich getäuscht.

Das CCH (am Dammtor) wurde wieder komplett umgestaltet und man hatte das Gefühl in eine andere Welt zu tauchen. Schon alleine die 1400 Meter Drainagerohr, die das Innere und Äußere des Kongress-Zentrum umschlang, waren beeindruckend. ich habe vier Tage mit vielen talentierten Menschen und einigen besten Hackern der Welt verbracht. Angeblich waren ca 9500 Besucher gekommen. Wahnsinn! Die Keynote hielt am ersten Abend Glenn Greenwald via Skype aus Brasilien. Weitere bekannte Persönlichkeiten waren auch vertreten u.a. Julian Assange (Skype), Jacob Appelbaum und Sarah Harrison. Der Vortrag von Julian Assange war im Vorfeld sehr umstritten. Ich werde mich nun hier auch nicht dazu äußern, da ich nicht alle Details kenne. Sein Vortrag (via Skype) brach ständig ab. Angeblich wurde die Übertragung absichtlich gestört und mannipoliert. Es gab noch mehr interessante und erschreckende  Vorträge. Soweit ich weiss, wurden alle Talks aufgenommen und gestreamt.

 

Hier einige Talks, die ich selber besucht habe und sehr interessant finde:

Kryptographie nach Snowden von Rüdiger Weis:
Keine Anhaltspunkte für flächendeckende Überwachung von Martin Haase:
Fnord News Show von Frank und Fefe:
Sysadmins of the world, unite! von Julian Assange, Jacob Appelbaum und Sarah Harrison:
To Protect And Infect von Jacob Appelbaum:
Google Glass Hacks von Stephen Balaban:
Even More Tamagotchis Were Harmed in the Making of this Presentation von  Natalie Silvanovich:
Es gibt natürlich noch viel viel mehr Vorträge. Einfach mal auf Youtube suchen 😉
Hier sind noch ein paar Fotos von dem Kongress:

Twitter | Vorteile, Tipps und Fehler

Im Jahr 2007 sprachen mich Kollegen an, ob ich die neue Plattform Twttr (inzwischen Twitter) kenne. Bis dato kannte ich nur den Namen. Meine Kollegen konnten mir das Prinzip auch nur schwer erklären. Ich verstand Twitter/Tweets als eine Art SMS (mit 140 Zeichen), die man in Echtzeit und “frei für Alle” ins Internet schreibt. 2007 konnte man nicht wirklich abschätzen, wie Twitter die Massen-Internetkommunikation verändern würde. Nachdem ich mich angemeldet hatte, wurde mir erst bewusst, welche neuen Möglichkeiten (im Onlinemarketing) sich eröffnen würden. Es gab nur ein Problem. Am Anfang war man in einer “Bubble” von internetaffinen Menschen gefangen. Es gab wenig News- oder Service-Dienste. Die kritische Masse wurde noch nicht erreicht.

 

“Eine kritische Masse bezeichnet einen Schwellenwert. Ist dieser erreicht, wird innerhalb eines gruppendynamischen Prozesses ein selbsttragender Effekt ausgelöst, bei dem sich ein bestehendes Gleichgewicht zu einem anderen verschieben kann.” (Wikipedia)

Twitter 2013

Inzwischen hatte Twitter seinen Durchbruch (siehe Grafiken). Kaum ein Dienst,eine Person des öffentlichen Lebens oder eine Unternehmung verzichtet auf Twitter, da es sehr viele Vorteile mit sich bringt. Aber natürlich können auch viele Fehler mit dem Umgang eines solchen Tools gemacht werden.

 

Auf die folgenden Vorteile, Tipps und Fehler gehe ich nun kurz ein.

 

Aus Sicht eines Unternehmens:

 

Durch eine persönliche Interaktion mit dem Kunden gewinnt das Unternehmen an Reputation und Image.Viele Unternehmen (Lufthansa, Telekom, Microsoft) setzen Twitter nun auch als Kundensupport ein. Ein kurzer Tweet: “Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?” ist oft mächtiger als eine Tonband-Hotline oder eine kryptische Servicemail. Ein weiterer Vorteil ist, dass andere Menschen (die vielleicht das gleiche Problem haben) über den Hashtag mitlesen können. Das schafft Kundenbindung, Vertrauen und Transparenz! Ihnen muss aber klar sein, dass die Konkurrenz mitliest.

Twitter kann man auch hervorrangend als Feedback-Kanal nutzen. Gerade bei Produkten (die auch International vertrieben werden) kann man durch Twitter eine sehr große Reichweite (als Testfeld) generieren. Durch den Kurztext (140 Zeichen) bekommt man die Meinung des Konsumenten “direkt auf den Punkt”. Egal ob positiv oder negativ.

Wichtig ist, dass man schnell reagiert, da Twitter ein Echtzeit-Medium ist. Stellungnahmen oder Richtigstellung müssen schnell und direkt verteilt werden.

 

Was müssen Persönlichkeiten beachten?

 

Seien Sie authentisch!

Es gibt viele Prominente, die ihren Twitter-Account für Eigenwerbung nutzen. Das ansich, ist noch nicht so schlimm. Wenn man aber ausschließlich nur über seine eigenen Werbekampagnen postet, dann kann das zum Problem werden. Lassen Sie auf keinen Fall ihre Tweets von Agenturen schreiben. “Fans” und “Follower” wollen persönliche Einblicke. Taktische und strategische Tweets, um Aufmerksamkeitsströme zu lenken werden oft abgelehnt und verursachen eher Misstrauen. Schreiben Sie auch über andere Themen, wo es nicht nur um Sie geht. Diskutieren Sie mit ihren Followern und geben Sie Feedback. Wenn Sie mehrere 100T Follower haben, dann müssen Sie nicht auf jede Nachricht eingehen. Es würde reichen, wenn Sie hin und wieder Leuten antworten. Einige Prominente machen auch so etwas wie eine “Frage-Stunde”, wo Fans mit einem bestimmten #Hashtag Fragen stellen können.

Beteiligen Sie sich auch an kritischen Diskussionen. Das verschafft Vertrauen, Transparenz und “Kundenbindung”. Okay, Kundenbindung ist hier vielleicht das falsche Wort. Eher “Treue”. Verknüpfen Sie nicht ihren Facebook-Account mit ihrem Twitter-Account! Das hat zwei Gründe! Ein generierter Tweet, der über Facebook versendet wird, wirkt unpersönlich und eher als Masseninformation (die man von Unternehmen kennt). Das zweite Problem ist, dass Twitter nur 140 Zeichen ausliefern kann. Somit wird der Tweet abgeschnitten und eine Facebook URL erscheint. Für mobile Nutzer ist das ärgerlich, da nun nicht die APP geöffnet wird, sondern der Browser, wo man nochmal seine Zugangsdaten eingeben muss. Die meisten Leute schenken sich das. Auch ich habe schon oft so einen “Dialog” abgebrochen. Vergessen Sie nicht #Hashtags zu setzen. Eine Kategorisierung ist schön. Nicht nur für Unternehmen. Außerdem verlinken Sie gleich zu Werbekunden oder anderen Accounts. Dies schafft Reichweite. Prominente erzielen dadurch meistens noch einen viralen Effekt.

Und zum Schluss: Seien Sie höflich und nett!

Bedanken Sie sich bei ihren Followern für die Treue und Unterstützung (gerade jetzt zum Jahresausklang). Ohne diese Basis ist ihr Twitter Account nutzlos!

Twitter-Beispiele